Im Spätherbst 2017 strampelte die „Dressurqueen“ IW verbissen durch die sozialen Netzwerke. Es wurden die gewonnenen Prüfungen gezeigt, aber auch das mutige Rollkur- Abreiten in der Öffentlichkeit. Dann sah ich sie in einem Interview, wo sie mehrmals von Demut und Partnerschaft mit dem Pferd spricht. Ich konnte da keinen Zusammenhang mit den Videos herstellen. Wie kann man in Demut seinen Partner quälen? Vielleicht habe ich ein falsches Verständnis zu Demut. Ich hinterfrage den Begriff. De und Mut müsste ja: nicht mutig heißen. Aber muss man nicht mutig sein, wenn man von Demut spricht? Man findet auch Hochmut bzw. Arroganz als Gegenpol zur Demut. Das passt für mich besser. Mehr lesen
Autor: Petra Stegmüller

Wanderritte im Spessart und der fränkischen Schweiz
Beide Landstriche, der Spessart und die fränkische Schweiz, hatten für uns den gleichen Anreiz: viele hellgrüne Buchenblätter im frühlingshaften Sonnenschein. Daher führten uns unsere Wanderritte 2018 in den Spessart und die fränkischen Schweiz.
Ich liebe es im Wald zu sein. Diese Stille- obwohl, wenn man die Ohren spitzt, hört man Bienen summen, andere Insekten surren, Vögel ein Konzert anstimmen. Es ist eben eine andere Stille, irgendwie organisch, wenn man das Rauschen der Blätter in den hohen Kronen
dazu nimmt, oder das Rascheln im Unterholz, wenn sich ein noch nicht erkennbares Tier gestört fühlt.
Auch wenn man in der Gruppe reitet, gibt es Momente wo jeder schweigt. Dann fallen die abgehobensten Gedanken aus dem Karussell. Eine Mitreiterin ruft: „schaut mal, wie das Licht durch die Bäume fällt und welche Muster es am Boden malt. Und wie unterschiedlich Grün das alles ist, Moospolster, Preiselbeeren, Tannennadeln…“ Mehr lesen
Vom Heu machen
Es raschelt, es duftet, es hat Sommersonne getankt, es kratzt an den Beinen und hört sich doch so gemütlich an, wenn es die Pferde im Winter malmen.
Doch bis es soweit ist, werden täglich mehrmals verschiedene Wetterdienste befragt um fest zu stellen, dass jeder was anderes verspricht. Oder doch den alten Wetterregeln vertrauen, den Vollmond wieder abwarten? Es einfach zu riskieren kann man nicht eingehen, als Pferdehalter hat man nur den ersten Schnitt als Chance. Bleibt es vier Tage sonnig- oder kommt das Gewitter doch früher?
Die größte Sorge im Radio gehört den Schwimmbadbesuchern- ob es Badezeit ist oder nicht. Tja, die können ihr Handtuch in Sicherheit bringen. Mir helfen nur Stossgebete- ja, man wird sehr gläubig bei den Blicken in den Himmel. Wenn wir uns nicht trauen, wird das Gras wieder so überständig wie vor 2 Jahren. Außerdem brauche ich den erneuten Aufwuchs zum Abweiden.
Ich gebe dem selbstgemachten Druck nach und mein Mann darf das Mähwerk anhängen. Ab jetzt wird jede Wolke argwöhnisch beäugt und das Bangen beginnt. Mehr lesen
Saisonauftakt Wanderreiten
Bei herrlichem Wetter starteten wir mit Sternritten in das Training zum Wanderreiten. Die Pferde hatten noch zum Teil ihr Winterfell. Darauf haben wir mit den Strecken reagiert. Je gute 15 km am ersten und letzten Tag und ein 30km Tagesritt am zweiten Tag waren gut zu schaffen.
Die Pferde liefen zwar hochmotiviert in der Gruppe, waren aber super an ihrer Position zu halten. Auch die Mädels hatten viel zu erzählen und lachen, da waren die Nächte kurz. Es wurde mir wieder bewusst, wie schön wir es hier haben. Es genügt wirklich den Blickwinkel zu ändern, die Sichtweisen der anderen zu überdenken. Wie schön, dass bei uns nix „los“ ist, man kann drei Tage reiten und begegnet niemandem. Traktorfahrer, Busfahrer u.a. bremsen noch freundlich ab und winken uns zu. Die Wiesenflächen sind bereits grün, die Obstbäume haben pralle Knospen und erblühen wohl demnächst. Die ersten Schafe und Rinder hüpfen auf den Weiden. Wir machen Pause am Karpfenweiher. Der Storch stakelt durch die Wörnitzaue oder thront auf den Dächern der Stadt. Abends erfreuen wir uns an Köstlichkeiten in bezahlbaren Gasthäusern. Bummeln durch Dinkelsbühl mit seinem Puppenhausambiente, erfreuen uns an den Fachwerkkulissen. „Ach Gott, ist DAS schön hier“, hören wir als Refrain der Tage. Da habt ihr Recht, ich hätte es fast(über den Winter) vergessen. Schön, dass ihr da wart, jetzt weiß ich es wieder!

Rückblick auf 2025
Die Pferdewelt ändert sich!
Es stellt sich mir und vielen anderen Ausbildern die Frage: Will ich da mitgehen?
Zum einen geht es um schnelle Lösungen. Es boomen Methoden, Versprechen und Abkürzungen. Verstehen, beobachten, Ursachen suchen und beheben- das dauert. Und dazu braucht es Erfahrung und eine klare Haltung.
Während den Coronajahren haben viele auf Online Unterricht umgestellt. Keine Frage: das ist bequem und hat viele Ausbilder vor dem Ruin bewahrt.
Warum redet man Echtzeitkurse jetzt so schlecht? Stress fürs Pferd, hohe Spritkosten, Unterkunft…alles zu teuer.
Auf der anderen Seite werden hunderte von Euros für drei Reitstunden bei “angesagten” Trainern ausgegeben… Ob der Input jemals nachgeritten werden kann? Ich halte meine Kurspreise sehr günstig, einfach um dem normal situierten Pferdebesitzer Weiterbildung möglich zu machen, auch wenn man fahren muss. Und wenn die Leute wieder zufrieden heim fahren, bleibt mir ein unheimliches Glücksgefühl – so darf doch Arbeit wirken.
Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit ist der Pferdephysio- und Osteotherapie gewidmet. Auch hier ist es für mich ein Geben und Nehmen und ein wunderbares Gefühl, Pferd und Reiter auf eine andere Art zu unterstützen. Vielen Dank den liebenswerten Pferdebesitzern! Ich komme gern zu euch.
Im August 24 sind wir “nur mal zum guggen”, nach Hessen gefahren auf das Gestüt Reckerode. Bettina Schürer hat dort eine leidenschaftliche Berberzucht geführt, die sie aus Gesundheitsgründen aufgeben musste. Ich habe in ihr eine Pferdefrau vom “alten Schlag” getroffen, soviel Lebenserfahrung mit Arbeitsreitweisen und Pferden und so viel Paralellen miteinander. (Ich konnte sie für Anfang Mai 26 für einen Reitkurs gewinnen). Dann haben wir uns drei Monate das Hirn zermartert und die zwei Vierjährigen Berber gekauft. Meine Freundin Bettina hat sich für Lounis entschieden, mir lachte Lyas ins Herz. Unvernünftig? Klar, aber wie eine Freundin meinte: du willst doch noch kein Leben „auf Reserve“ leben…


Mit den beiden streiften wir durchs Jahr, eine Basis zu legen braucht Zeit. Leider ist mein Lyas noch sehr hengstig und legt etwas grobe Spieltechniken auf. Im Herbst schließlich hat er meinen Haflinger Seppl schwer verletzt. Das war eine Zeit des Verzweifelns und Bangens. Ich hoffe, dass sich Seppl‘s Gangbild wieder stabilisiert.
Im Jahr des „Feuerpferdes“ wünsche ich mir, dass sich wieder viele Reiter in Bewegung setzen. Mit dem Pferd ins Gelände zu reiten, ist die schönste Art, die Natur zu entdecken. Unterstützt die Betreiber von Wanderreitstationen durch euren Besuch, leider hören viele wegen fehlender Belegung bereits auf.
Macht euch wieder auf den Weg und lasst euch bei echten Kursen inspirieren. Es ist ja nicht nur der Inhalt, auch das Miteinander und Voneinander in einem Kurs hat so viel Nährendes. Nur wenn man sich mit seinem Pferd Situationen stellt, lernt man es kennen und baut eine Verbindung auf.
Ich wünsche mir, dass 2026 etwas sanfter und leichter wird. Und viele schöne Begegnungen mit Menschen, die für ihre Tiere leben.

„Renken Sie auch ein?“
Renken Sie auch ein?
Immer öfter klingelt bei mir das Telefon und ich werde danach gefragt, ob ich denn auch Wirbel einrenke? Wenn ich das verneine, höre ich ein tiefes durchatmen und Erleichterung. Das sind Kunden, die damit schon schlechte Erfahrungen oder eben keinen Therapieerfolg gehabt haben. Wenn ich dann meine sanfte Behandlungsart erkläre, kommt es zum Termin.
Bei den anderen Kunden frage ich nach, was denn eingerenkt gehört, bzw. wie sie darauf kommen. Nicht selten ist es eine Diagnose des Reitlehrers, dass die Lendenwirbel ausgerenkt seien und das Pferd deshalb nicht untertrete. Ich frage dann nach, ob das Pferd noch stehen kann oder ob es nur noch liegt. Das wäre dann der Fall, wenn ein Wirbel tatsächlich ausgerenkt ist. Die durch den Wirbelkanal laufenden Nerven würden gequetscht, das Pferd hätte unsägliche Schmerzen und es käme zur Lähmung.
Dies ist eigentlich selten der Fall, sondern nur eine unqualifizierte Redenswendung. Mehr lesen

08.05.26 + 12.06.26 + 21.08.26 Workshop Pferdemassage
Mit Hilfe einfach anzuwendender Massagegriffe kann der geschulte Pferdebesitzer positiv auf die Gesundheit und Psyche seines Tieres einwirken. Dabei hilft jedoch kein „verschriftetes“ Rezeptwissen, sondern nur einfühlendes Handeln. Denn aus nicht bemerkten, muskulären Schonhaltungen können sehr schnell z.b. Wirbelblockaden entstehen.
Bevor es ans Pferd geht, um euren Händen lesen zu lernen, erst eine theoretische Vorbereitung zu folgenden Themen:
- Zusammenhänge von Bewegung und Anatomie
- Feineres Bewusstsein und Verständnis für die Bedürfnisse des Bewegungsapparates des Pferdes
- Was passiert im Körper bei einer Massage?
- Wann ist Massage sinnvoll- wann jedoch nicht?
- Sanfte Massagegriffe zur Durchblutung und Entspannung der Muskulatur
- Unterstützen lernen, bevor Probleme entstehen
Praxis:
- Erfühlen des unterschiedlichen Muskeltonus
- Aufspüren von Verspannungen oder Schmerzen
- Erlernen versch. Massagegriffe zur Entspannung oder um therapeutische Maßnahmen unterstützen zu können
- Der Kurs findet bei uns am Hof statt und dauert ca. 3 Stunden. Ihr könnt an Pferden von mir üben oder eure eigenen Pferde mitbringen.
- Der Kurs kostet 50€ .
Termine:
- 08.05.26 und 12.06.26 in Kühnhardt, jeweils um 13.30 Uhr beginnend
- 21.08.26 im Freizeitstall Unteraigen, Lkr. Miesbach, um 13.30 Uhr beginnend
Wie ist das mit den Faszien?
Faszien – die Faszientherapie und warum Muskeln verkleben – dazu habe ich ja bereits unter Pferdetherapie einen Artikel geschrieben.
Nun hat Tanja Richter vom IPP ein kurzes Lehrvideo gepostet, das ich ganz toll und anschaulich fand.
Dort wird an einem realen Beispiel über Faszien – die Faszientherapie und warum Muskeln verkleben erläutert. Ich habe es jetzt etwas umgewandelt, und für Laien verständlich gemacht und hoffe, es gefällt euch.
Man sieht in dem Video unten anschaulich an einer Beinscheibe vom Rind, wie die Muskulatur aufgebaut ist und von Faszien umschlossen ist aber auch durchzogen wird. Im weiteren zeige ich hier auch wie sich die manuelle Bearbeitung und Therapie von aussen auswirkt, und wie weit sich das im Gewebe fortsetzt. Dabei kommt es besonders auf die feine manuelle Bearbeitung und Massage an, da zuviel Druck oder mechanische Reize die Muskulatur negativ beeinflussen können.
Ihr werdet euer nächstes Osso bucco auf jeden Fall mit anderen Augen sehen.
Herzlich grüßt, Petra

Kurs Feedback 2022
Stangengymnastik & Seitengänge
Wenn der Winter sich verabschiedet und das Frühjahr sich ankündigt kommen einem als Pferdehalter doch oft die Gedanken, mit welcher Art von Kursen lässt sich das diesjährige Jahr bereichern und wieder neue Impulse für die gemeinsame Arbeit und Entwicklung erlangen.
Von einem Stationenhopping – Wanderreiten im Romantischen Franken hatte ich noch die Wanderreitstation von Petra und Peter Stegmüller im Hinterkopf. Unser damaliger Wanderritt startete und endete dort und es war eine schöne gemeinsame Zeit, die wir dort verbringen durften. Ich hatte mir gemerkt, dass Petra Stegmüller Physiotherapeutin für Pferde ist und unter diesem Gesundheitsaspekt auch Kurse unter dem Jahr für interessierte Pferd-Reiter-Paare anbietet.
Da mit dem Älter werden meines Pferdes der Erhalt der körperlichen Gesundheit mir noch mehr wie vorher am Herzen liegt fand ich diese Kombination sehr ansprechend. Ein weiterer Vorteil besteht für mich in einer kurzen Anfahrt von unter einer halben Stunde. Eine kürzere Zeit auf der Straße ist definitiv mit weniger „Stress“ für Pferd und Reiter verbunden.
Also tätigte ich einen Blick auf die Homepage und die ausgeschriebenen KursTermine. Ein Kurs Mitte Mai unter dem Titel „Kreative Stangengymnastik“ sprach mich sofort an und ich merkte mir diesen vor. Als der Termin näher rückte fragte ich an und erhielt einen Platz auf der Teilnehmerliste. Wenige Tage vor Kursbeginn bekam ich eine Email, dass verschiedene Teilnehmer leider erkrankt sind oder aus anderen Gründen nicht kommen können, so dass ich die einzig verbleibende Teilnehmerin wäre. Sie bot mir ein Tagespaket von 2 Reiteinheiten an, sofern ich Lust hätte alleine zu kommen. Und das hatte ich! Was kann einem Besseres passieren als eine kompetente Trainerin den ganzen Tag für Einen alleine 😊 Mehr Input lässt sich wohl kaum aus einem Kurs ziehen.
So reiste ich am Samstag, den 14.05.2022 motiviert in der Früh an. Snotra erhielt eine mit viel Sägespäne eingestreute Box und eine Raufe voll Heu. Was will Pferd mehr nach einer Hängerfahrt, wenn auch in diesem Fall kurzen Anreise.
Petra lud mich auf eine Tasse Kaffee ein und wir besprachen den Ablauf des heutigen Trainingstages. Sie fragte ab, was ich gern für Schwerpunkte setzen möchte bzw. was ich mir von dem Kurs erwarte oder mir darunter vorstelle. Auch Probleme oder Schwachstellen wurden angesprochen. Nach diesem produktiven Austausch machte ich mein Pferd fertig und Petra gestaltete den Reitplatz für die erste Trainingseinheit. Uns erwarteten Stangenfächer, einzelne Stangen, Stangenreihen. Alles was man sich vorstellen kann unter „Kreativer Stangengymnastik“ Sie ließ uns erst in Ruhe aufwärmen, so wie wir es daheim auch tätigen bevor wir an die ersten Aufgaben gingen. Snotra merkte sehr schnell, dass es nun hieß sich zu konzentrieren und die Füße nicht nur zu heben, sondern auch bewusst zu setzen. Aber auch ich wurde angehalten mich auf die Aufgaben zu konzentrieren und das korrekte Anreiten und Reiten über die Stangen mit einem gesteigerten Bewusstsein zu tun. Kleine Unachtsamkeiten meinerseits kassierte ich sofort über Snotras nicht optimalen Bewegungsablauf. Denn sie zeigte sich sehr bemüht und willig und verlangte hierfür auch das passende Pendant. Unsere gegenseitigen Bemühungen fruchteten und schlussendlich konnten wir unsere erste Reiteinheit glücklich und zufrieden beenden!
Nachdem ich Snotra abgesattelt und für ihre Mittagspause auf den Paddock entlassen hatte erwartete mich schon ein reichlich gedeckter Mittagstisch. Wurst & Käse, frisches Gemüse & Obst…hier ließ sich mehr wie satt werden!
Gut gestärkt ging es demnach an die zweite Reiteinheit. Hierfür hatte sich Petra Elemente aus dem Caprilli-Test überlegt und über die Zeit in der ich Snotra für den zweiten Teil richtete einen kleinen Parcour aufgebaut.
Es sah spannend aus! Und ich muss sagen, es ist echt schön, wenn man einen Parcour aufgebaut bekommt! Sonst bin ich diejenige, die einen Parcour aufbaut und Stangen, etc. durch die Gegend trägt, damit ich etwas Abwechslung in unser Reitprogramm bringe. Deshalb ging ich voller Vorfreude an die Aufgaben heran und wir hatten Spaß dabei! Die Übungen aus der Vormittagseinheit zahlten sich aus, da Snotra und ich gleichermaßen nun wussten worauf wir zu achten hatten. Abschließend wäre ein kleiner Sprung im Parcour gewesen, der an sich im Galopp hätte absolviert werden sollen. Aber aufgrund der doch schon höheren Temperaturen, die uns der Nachmittag bescherte, entschied sich Snotra, dass dieser kleine Sprung auch aus dem Trab geht. Dafür müsste man seine Hinterhand nicht zu sehr aktivieren zu dieser fortgeschrittenen Zeit. Sie behielt auch Recht, so ein Hopser war auch aus dem Trab zu schaffen😉
Mit diesen neuen Trainingsimpulsen traten wir geschafft aber zufrieden und motiviert für unsere alleinigen Gymnastikeinheiten den Heimweg an.
Da ich nach diesem Kurs sehr angetan von Petras Art und Weise zu unterrichten war, war mir an sich schon klar, dass ich noch einen weiteren Kurs bei ihr im Jahresverlauf absolvieren möchte.
Mitte August war es wieder soweit. Ein Wochenende Kurs unter dem Schwerpunkte „Seitengänge“ stand auf dem Programm. Da ich mir nur Samstag einrichten konnte, durfte ich an diesem Kurs als Tageskurs teilnehmen. An diesem Kurs waren wir insgesamt 8 Teilnehmerinnen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und einem wirklich vielfältigen Rassespektrum. Neben Snotra als Isländer waren Connemara, Freiberger, Haflinger, Araber und Bosnisches Gebirgspony vertreten.
Petra empfing uns alle sehr herzlich und hieß uns nach Ausladen und Unterbringung der Pferde auf ihrer Terasse bei Kaffee & Kuchen willkommen. Eine Jede durfte sich und ihr Pferd vorstellen, die Erwartungen an den Kurs benennen und die persönlich empfundenen Probleme schildern. Anschließend wurden wir in 2 Gruppen eingeteilt. Petra ging vor auf den Platz während wir von der ersten Gruppe unsere Pferde richteten. Nach dem allgemeinen Aufwärmen begannen wir mit den Aufgaben. Schulterherein an den langen Seiten angefangen aus einer Volte in der Ecke, um die korrekte Stellung zu nutzen. Schenkelweichen wurden eingebaut. Vorhand- und Hinterhandwendung um Pylonen. Langweilig wurde es nicht. So verging die erste Einheit wie im Flug und die nächste Gruppe stand schon mit ihren Pferden am Reitplatz. Wir verließen den Platz und liefen zurück zum Stall um unsere Pferde in die Mittagspause zu entlassen. Im Anschluss gesellten wir uns wieder an den Platz, um den anderen bei den Übungen zuzusehen und ggf. durch die Beobachtung noch weiteres zu lernen. Als auch Gruppe 2 ihre Einheit beendet hatte und die Pferde in Boxen oder Paddocks entlassen hatte, gesellten wir uns alle zu Petra in die Küche und aßen gemeinsam was der reichhaltig gedeckte Tisch so hergab. Nach entspannter Pause mit gutem Austausch war es für Gruppe 1 wieder an der Zeit die Pferde zu richten und sich auf den Reitplatz zu begeben. Diverse Übungen aus der Vormittagseinheit wurden zum Einstieg wiederholt bevor es mit diesen an erweiterte Übungen ging. Wir hatten einzeln einen Parcour mit den eingebauten des Vormittages Übungen unter den Augen von Petra zu reiten und erhielten hierzu Anmerkungen zu Stellung, Sitz, Zügelhaltung, Bein. So konnte dies zeitnah umgesetzt und bei nächster Aufgabe schon eingesetzt werden. Während einer die Aufgabe ritt schauten die anderen zu. Wieder unter dem Aspekt Lernen durch Zuschauen. Denn dies war weiterführend bereichernd durch die Kommentare von Petra. So lernte Jede an Jeder nochmals dazu. Aber auch diese Einheit fand ihr Ende und Gruppe 2 bat schon um Einlass mit ihren Pferden. Somit verabschiedeten wir uns vom Platz und gaben ihn frei. Aber wir ließen uns es natürlich nicht nehmen nach dem Absatteln unserer Pferde und weiterer Versorgung noch einen Blick auf Gruppe 2 zu werfen. Nachdem ich dies als Tageskurs gebucht hatte und eine abendliche Verpflichtung anstand, musste ich leider zeitnah meine Sachen packen und Snotra für die Heimfahrt verladen. Nach Verabschiedung von den wirklich netten anderen Kursteilnehmerinnen ging es für uns nach Hause. Im Nachgang erhielten wir die Einzelfotos, die von uns gemacht wurden, um auch hieraus noch Schlüsse zu ziehen. Denn schließlich sieht man sich selbst selten reiten und auf Fotos kann doch einiges festgehalten und auch im Nachhinein analysiert werden. Eine tolle Sache fanden wir Alle!
Wer an lehrreichen Kursen mit Gesundheitsaspekt in entspannter Atmosphäre und guter Verpflegung Interesse hat kann sich gerne unter www.pferde-unser-leben.de weiter informieren und einlesen 😊
Jahresgruß 2021
Liebe Pferdefreunde,
gerade habe ich mir noch meinen letztjährigen Gruß durchgelesen und musste feststellen, dass sich eigentlich nicht viel verändert hat. Nur wurde zusehends aus den „dankbaren“ Momenten mehr Verdrießlichkeit. Aber ich möchte nicht über das C lamentieren, man kann es eh nicht mehr hören.
So hatten wir in 2021 zwar ein bisserl mehr arbeiten dürfen als im Vorjahr, aber es war schon eher gemütlich von der Auslastung her. Und es verlagerte sich irgendwie. Ich hatte deutlich mehr Individualtrainings, bei denen Gäste mit ihren Pferden hier Urlaub machten und dabei Ausritte mit Reitunterricht kombinierten. Da kam es zu interessanten Kombinationen und Analysen. Das Schönste ist für mich natürlich, wenn sich die Mühe gelohnt hat und Pferd und Reiter ein Stückchen mehr zusammengewachsen sind. Es freut mich, wenn das hierbei erlangte Vertrauen zueinander im heimischen Stall weiter anhält und Früchte trägt. Mehr lesen










