Kurs-Erinnerung 1.7.18-Heilkräuter und Pflanzen für Pferde

Passend zum Artikel „Heu machen“ kommt hier noch die Erinnerung zu unserem gemeinsamen Sonntagsspaziergang am 1.7. ab 13 Uhr über die hiesigen Fluren. Fachfrau Nicole Menzel führt uns dabei über unsere Wiesen und Grabenränder und zeigt wertvolle Gräser und Kräuter für die Pferde. Dabei wird sie über deren Heilkraft berichten. Sollten wir giftige Pflanzen oder Sträucher finden, bekommen auch die ihren Namen. Man lernt über Pflanzen am Besten, wenn man sie an ihrem Standort besucht und nicht aus Büchern lernt.

Vom Heu machen

Es raschelt, es duftet, es hat Sommersonne getankt, es kratzt an den Beinen und hört sich doch so gemütlich an, wenn es die Pferde im Winter malmen.

Doch bis es soweit ist, werden täglich mehrmals verschiedene Wetterdienste befragt um fest zu stellen, dass jeder was anderes verspricht. Oder doch den alten Wetterregeln vertrauen, den Vollmond wieder abwarten? Es einfach zu riskieren kann man nicht eingehen, als Pferdehalter hat man nur den ersten Schnitt als Chance. Bleibt es vier Tage sonnig- oder kommt das Gewitter doch früher?

Die größte Sorge im Radio gehört den Schwimmbadbesuchern- ob es Badezeit ist oder nicht. Tja, die können ihr Handtuch in Sicherheit bringen. Mir helfen nur Stossgebete- ja, man wird sehr gläubig bei den Blicken in den Himmel. Wenn wir uns nicht trauen, wird das Gras wieder so überständig wie vor 2 Jahren. Außerdem brauche ich den erneuten Aufwuchs zum Abweiden.

Ich gebe dem selbstgemachten Druck nach und mein Mann darf  das Mähwerk anhängen. Ab jetzt wird jede Wolke argwöhnisch beäugt und das Bangen beginnt. Mehr lesen

Wanderritte im Spessart und der fränkischen Schweiz

Wanderritte im Spessart und der fränkischen Schweiz

Beide Landstriche hatten für uns den gleichen Anreiz: viele hellgrüne Buchenblätter im frühlingshaften Sonnenschein.

Ich liebe es im Wald zu sein. Diese Stille- obwohl, wenn man die Ohren spitzt, hört man  Bienen summen, andere Insekten surren, Vögel ein Konzert anstimmen. Es ist eben eine andere Stille, irgendwie organisch, wenn man das Rauschen der Blätter in den hohen Kronen dazu nimmt, oder das Rascheln im Unterholz, wenn sich ein noch nicht erkennbares Tier gestört fühlt.

Auch wenn man in der Gruppe reitet, gibt es Momente wo jeder schweigt. Dann fallen die abgehobensten Gedanken aus dem Karussell. Eine Mitreiterin ruft: „schaut mal, wie das Licht durch die Bäume fällt und welche Muster es am Boden malt. Und wie unterschiedlich Grün das alles ist, Moospolster, Preiselbeeren, Tannennadeln…“ Mehr lesen

Kühnhardts neuer Hahnenbaum

Am 1. Mai 2018 fand wieder ein großes Fest im Dorf statt. Üblicherweise stellt man da ja den Maibaum auf- in Kühnhardt ist es der „Hahnenbaum“ (früher tanzte man dabei „einen Gockel“ aus). Nach fünf Jahren wurde der Alte nicht nur unansehnlich, sondern vor allem morsch und damit gefährlich. Unser Dorf pflegt noch in Vielem seine Traditionen und so wurde auch hier Manneskraft anstatt Technik (Kran) eingesetzt. Stolz trugen die 30 kräftigen Männer, die 25m hohe, reich geschmückte Fichte zum Dorfplatz. Mit Stangen (sogen. Schwalben), Spießen und der klaren Ansage des Zimmerermeisters wurde nach 2 Stunden der Baum in die Erde gesetzt. Die leichte Brise entwickelte mit der Höhe des Baumes ganz schöne Kräfte. Dann wurde feierlich die Chronik von Kühnhardt vorgelesen, um den 250 Zaungästen auch das Wahrzeichen unseres Ortes-den Schlegel- zu erklären. Der alte Eichenknörz stammt von 1784 und wurde da von den „Herren von Kreßberg“ als Zeichen des Vergleichs gestiftet. Es ging dabei um die Weiderechte rund ums Dorf. Mehr dazu und ausführlicher könnt ihr auf meiner Site unter Chronik von Kühnhardt nachlesen. Bei strahlendem Sonnenschein fand der gelungene Tag auf der Bierbank seinen Abschluss.

Von Demut und Rollkur

Im Spätherbst 2017 strampelte die „Dressurqueen“ IW verbissen durch die sozialen Netzwerke. Es wurden die gewonnenen Prüfungen gezeigt, aber auch das mutige Rollkur- Abreiten in der Öffentlichkeit. Dann sah ich sie in einem Interview, wo sie mehrmals von Demut und Partnerschaft mit dem Pferd spricht. Ich konnte da keinen Zusammenhang mit den Videos herstellen. Wie kann man in Demut seinen Partner quälen? Vielleicht habe ich ein falsches Verständnis zu Demut. Ich hinterfrage den Begriff. De und Mut müsste ja: nicht mutig heißen. Aber muss man nicht mutig sein, wenn man von Demut spricht? Man findet auch Hochmut bzw. Arroganz als Gegenpol zur Demut. Das passt für mich besser. Mehr lesen

Rückblick 2017

Liebe Freunde und Gäste des Hauses,

pünktlich zum ersten Advent legte sich bei uns ein weißer Schneemantel über die Fluren und verzauberte die Landschaft. Es ist jedes Jahr eine Freude. Ob Mensch, Pferd oder Hund, alle hüpfen und lachen zwischen den Flocken.

Es ist der Moment, wo ich das lästige Hufschuhsuchen vergesse und mich erst kürzlich daran erinnerte, wie wir bei dem Wetter noch vor 5 Jahren Angst hatten, die Pferde fallen am Paddock schon über ihre aufgestollten Stöckelschuhe. Von den Eisklumpen beim reiten ganz zu schweigen. Oder die Überlegung: Schneegrips jetzt schon rein oder erst beim nächsten Beschlag.

Ich hoffe, ihr seid alle gesund und munter durch das Jahr gekommen? Viele von euch haben wir ja persönlich bei uns begrüßt. Wir freuen uns über jeden Einzelnen, egal ob Stammgast, Neuling oder „Wiederauferstandener“. Es ist schön, mit euch in Verbindung zu sein.

Unsere Pferde haben den letzten Winter nicht so gut weggesteckt. Als es mir bewusst wurde, war es schon zu spät. Ich habe zur Ursachenfindung viel Geld ausgegeben: Blutanalysen, Kotproben, Pferdezahnarzt, Selen, Zink und Gladiator. Es waren aber weder die Zähne noch Würmer – es war einfach das zu spät geschnittene Heu. Im Juliheu finden Vollblüter einfach zu wenig Energievorräte. Als die Weidezeit losging, war auch in drei Wochen wieder alles so schön wie sonst.

Bei der Blutprobe bekam ich auch Lerrys Diagnose ECS. Stoffwechselendlage war mir bewusst- aber ein Cushingpferd wollte ich nicht. Nun gut, wir haben uns informiert und beraten und mit hochdosiertem Mineralfutter und einem Mönchspfefferpräparat konnten wir eine verblüffende Verbesserung feststellen. In diesem Rahmen habe ich mit ihm die Equikinetic begonnen. Es ist ewig schade, dass ich keine vorher-nachher Bilder gemacht habe. Ich habe auch nicht mit dieser Wirkung gerechnet. So lernt man dazu- leider ja immer durch die Lehrmeister, unsere Pferde und ihre Besonderheiten.

Unsere Saison begann Mitte März mit dem beliebten Kappzaumtraining. Strahlender Sonnenschein begleitete uns hier, wie auch bei den weiteren Angeboten, wofür ich als Freilandtrainer sehr dankbar bin.

Als die Mücken uns ruhigere Tage bescherten, fuhr ich wieder ein paar Tage zu Tanja Richter vom IPP und lernte was über die Manuellen Therapiemöglichkeiten an den Vordergliedmaßen. Sehr interessante Griffe und Zusammenhänge wurden geschult. Die Heimfahrt verband ich mit ein paar Kundenbesuchen, wo ich das Erlernte gleich ausprobieren konnte. Ich habe so eine Freude damit!

Pferde-Physiotherapie, externe Kurse und Wanderritte führen mich durch so schöne Landstriche in Süddeutschland. Es ist immer wieder erstaunlich, welch idyllische und auch unberührte Ecken unser Land hat. Es liegt an uns und unserem Bewusstsein diese zu erkennen UND zu erhalten.

Gut entwickelt hat sich mein Bemühen um die Reitbegleithundeausbildung in der VFD. Ich habe sogar Telefonkonferenzen gelernt UND auch schätzen gelernt. Doch wirklich schön war dann das persönliche Kennen lernen des Arbeitskreises. Wir haben wirklich was auf die Beine gestellt und werden das nächstes Jahr auch durchführen. Irgendwie hat mich eine Dame im Internet gefunden und ich wurde eingeladen, diese Ausbildung im Rahmen der Consumenta in Nürnberg vor zu stellen. Ich hatte mit Heike und Leni zwei erfahrene Reiter mit guten Hunden, die mir das erzählen leicht machten. Wir waren allesamt zufrieden.

Etwas nachdenklich stimmte mich doch zeitgleich die Sportreiterszene in Halle 11. Faszination Pferd ist der Slogan – ja wirklich, es ist faszinierend was Pferde über sich ergehen lassen. Egal ob im nächtlichen Showprogramm oder in den laufenden Prüfungen. Schäumende, schwitzende, pumpende Pferde mit aufgerissenen Augen oder bereits resigniertem Blick. Sportgeräte, deren Lebensinhalt aus Reithalle, Turnierplatz und Pferdebox besteht! Dafür gibt es und wird es nie eine Rechtfertigung geben!!

In den sozialen Netzwerken gipfelte es für mich über, als die angebliche Dressurqueen IW in einem Interview von Partnerschaft und Demut spricht. Es folgen Videos wie sie in Demut ihren Partner Pferd am Abreiteplatz in Rollkur quält, um Stunden später strahlend und mit Tränen am Siegerpodest zu stehen.

Wie kann man in Demut seinen Partner quälen? Vielleicht habe ich ein falsches Verständnis zu Demut. Ich hinterfrage den Begriff. De und Mut müsste ja: nicht mutig heißen. Aber muss man nicht mutig sein, wenn man von Demut spricht? Man findet auch Hochmut bzw. Arroganz als Gegenpol zur Demut. Das passt für mich besser.

Ich finde ein Zitat von Kurt Albrecht:

„Als wichtige Charaktereigenschaft sollte jeder Reiter über ein Quentchen Demut verfügen, das ihn befähigt, im richtigen Augenblick auch einmal von seinem menschlichen Podest herabzusteigen und in das Pferd hineinzuhorchen. Wer sich dagegen jede Frage selbst beantworten kann, wird für jedes Nichtgelingen eine in seinen Rahmen passende Erklärung parat haben.“

Jeder der schon ein junges Pferd ausgebildet hat, lernte dabei, dass man nichts als selbstverständlich annehmen kann. Und wer glaubt, dass er schon viel weiß, wird zu einem Pferd kommen, das ihn lehrt sich zu bescheiden und einfach mal zurückzunehmen. Das System 0-8-15 passt hier vielleicht nicht, man muss die bisherige Ausbildung innerlich loslassen und reflektieren. Der Blick auf sich selbst ist unbequem und tut oftmals weh.

Und da gehört schon eine Menge Mut dazu, sich in Demut zu üben.

Jedes neue Gedankengut (das kann auch ruhig ein „Altes“ sein, da muss kein neuer Guru her.) bietet Chancen. Man wird dabei Fehler machen und das darf auch so sein. Wichtig ist nur, dass man das Getane überdenkt. Nichts zu tun, sich nicht zu trauen, die Schuld woanders zu suchen (Kindheitstrauma als Fohlen, Krankheiten die da sein könnten oder hoffentlich bald kommen, fehlende Infrastruktur, Knechtschaft des Reitersitzes) ist aber auch keine Lösung. Bei einem Lebewesen wie dem Pferd, das konsequente Führung braucht, wird ein „Nichtangriffspakt“ zu neuen Konflikten führen. Das Pferd spürt, wenn man sich „verstellt“ oder nicht in sich selbst ruht. Präsenz ist in dem Zusammenhang auch ein mächtiges Wort. Da muss man als Besitzer schon mal seine Komfortzone verlassen oder sich eben eine kompetente Hilfe suchen.

Da die Pferde bekanntlich im Hier und Jetzt leben, sind sie meist auch nicht nachtragend. Sie nehmen jede Verbesserung ihrer Situation dankbar an. Es ist also selten zu spät, sich für Umwege zu entscheiden.

Diese Gedanken finde ich in folgendem Zitat von Nuno Oliveira schön zusammengefasst:

„Ein so kostbares Wesen wie das Pferd verdient, dass jeder, der es reitet, sein Wesen und seine Fähigkeiten erfasst. Reiten ist eine Schule von Verzicht und Demut. Unter guter Anleitung führt ihre Praxis zu einer höheren Stufe des Menschseins.“

Reiten heißt demnach nicht, vor Publikum nach Erfolgen zu haschen.

Reiten ist für mich der Dialog mit dem Pferd in der Abgeschiedenheit, die Bemühung um gegenseitiges sich Verstehen (die Frage nach dem „Warum“) und um Verbesserung.

Ich muss Verantwortung und Sorgfalt übernehmen, im Natur- und Tierschutz.

Wissen, positives Denken und Respekt gegenüber dem Partner Pferd sind die Schlüsselwörter dazu. Damit wäre allen geholfen. Vor allem den Pferden.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, ein 2018 in dem Entspannung und Wohlbefinden beim und mit dem Pferd immer mehr Raum haben.

Kurs longieren

Kurswochenende Rückentraining mit dem Kappzaum mit Petra Stegmüller.

Als VFD Wanderrittführer und Longiermuffel meldete ich mich zu einem zweitägigen Kurs zum Rückentraining mit dem Kappzaum bei Petra Stegmüller in Kühnhardt, Mittelfranken an. Große Lust und Neugier bekam ich durch den tollen Bericht „Fit und gesund durch Longieren“ in der aktuellen Ausgabe Pferd & Freizeit 2017 / 1.

Mit eigenem Pferd war der Kurs leider schon ausgebucht (keine Gastboxen mehr frei), aber Petra versprach mir Jimmy, eines ihrer Pferde, für den Kurs zu geben und so machte ich mich am 10. März bei schönstem Vorfrühlingswetter auf die Socken nach Kühnhardt. Am Abend lernten sich bereits alle Teilnehmer kennen, mit dabei waren Tatjana Pittroff mit Wasabi-Haflinger, Sandra Haseneder mit Nando – Haflinger, Sina Maurer mit Carlo – Warmblut, Silke Hartmann mit Aisha – Reitpony, Simone Winter mit Merlin – Welsh-Cob und ich mit Jimmy – Hafi-Mix von Petra.

Erster Kurstag

Nach einer kurzen theoretischen Einführung treffen sich alle Teilnehmer mit ihren Pferden auf dem Reitplatz zum Aufwärmtraining an der Hand. Wir mussten die Pferde z.B. in Stellung führen oder übertreten lassen. Anschließend wird jedes Pferd einzeln von seiner Besitzerin unter kompetenter Anleitung von Petra auf dem Zirkel mit Kappzaum longiert. Sehr schnell erkennt Petra die jeweiligen Baustellen der Pferde und geht präzise auf diese ein.

Jeder Longierer sollte mit Ruhe und der nötigen Energie mit seinem Pferd korrekt in einem fleißigen Tempo in Innenstellung im Schritt und Trab arbeiten. Dabei spielt das Mitgehen des Longierers eine wichtige Rolle, um besser auf das Pferd eingehen zu können. Bei dieser Arbeit werden Pferd und Longierer höchste Konzentration abverlangt. Nach ca. 20 Minuten intensiver Gymnastik pro Pferd wird das Training beendet.

Durch Zuschauen das Auge schulen! Besonderen Wert legt Petra auf das Schulen des eigenen Auges beim Zuschauen. Mit guten Erklärungen zeigt sie uns, wie und woran man erkennt, ob ein Pferd Rechts- oder Linkshänder ist, gut oder schlecht unter den Schwerpunkt tritt oder auf die Schulter fällt. All dies ist wichtig zu erkennen, um gesundheitliche Schäden beim Pferd vorzubeugen, zu minimieren oder auszugleichen. Als mitlaufender Pferdeführer bemerkte ich, wie schwierig es ist, sich absolut auf die richtige und für das Pferd gesunde Stellung, Biegung und das richtige Tempo zu konzentrieren und dabei auf Schwung, Takt und Losgelassenheit zu achten, ohne dabei über die Longe zu stolpern.

Karpfen und Stichpimpuli

Nach einem intensiven Kurstag entführte uns Petra in ein traditionelles Wirtshaus in Feuchtwangen. Dort konnte man u.a. heimischen Karpfen aus der Region genießen und in geselliger Runde den Tag Revue passieren lassen. Anschließend gab es noch ein besonderes Betthupferl, Stichpimpuli – Kräuterlikör für schöne Träume.

Zweiter Kurstag mit Körperband-Arbeit

Man nehme zwei bis drei elastische Bandagen, die man den Pferden normalerweise um die Beine wickelt und fertig ist das Körperband. In einer acht, mit Knoten verbunden um Vor- und Hinterhand gewickelt soll es die Hinterhandaktivität verbessern. Sehr interessant ist zu beobachten wie Nando der Haflinger, der am Vortag etwas schlurfig ging bemerkte, dass er zwei Hinterbeine hat und diese fleißig in Bewegung setzte. Merlin der Welsh-Cob, der zur Hektik neigt, wurde sichtlich ruhiger, ausgelöst durch die Berührung der Bänder, die offensichtlich die Bewusstheit des Körpers wirksam und sehr pferdefreundlich unterstützen.

Mein Fazit

Wie macht man aus einem Longiermuffel einen begeisterten Longierer? Mit einem Kurs, der sehr gut strukturiert ist und mit der richtigen Dosis kompetent geleitet wird. Vielen Dank, ich habe viel gelernt! Besonders gut hat mir gefallen, dass mehr Wert auf die praktischen Übungen gelegt wurde und die nötige Theorie in die Praxis mit einfloss. Es hat großen Spaß gemacht mit gleichgesinnten Menschen in gemütlicher privater Atmosphäre zu lernen. Den Kurs „Rückentraining mit dem Kappzaum“ mit Petra Stegmüller kann ich sehr empfehlen.

Andrea von Kienlin

Dog & Horse 1

Dog & Horse 1

Was ist aus den „flotten Dreiern“ geworden?

Unser mittelfränkisches Pilotprojekt zum Reitbegleithund geht jetzt ins letzte Drittel. Sechs hoch motivierte Dreierteams hatten bereits viel zu üben. Am ersten Kurswochenende wurde der Grundgehorsam überprüft. Schließlich musste sich die erfahrene Hundetrainerin Andrea Braun aus Ansbach erst einmal ein Bild von uns machen. Anfangs war das gar nicht so einfach, weil die Hunde sich ja noch nicht kannten und mehr mit „telefonieren“ beschäftigt waren, als mit unseren Übungsideen. Andrea fand für jedes Paar eine geeignete Aufgabe und kaum hatte man einen Arbeitsplan, konnte man sich auch darauf konzentrieren. Mehr lesen

2014 Zweites Halbjahr

Stangenmikado und Galopparbeit

Auch diese Kurse brachten bei schönstem Wetter die Leute zum Strahlen. Diesmal auch mit Unterstützung zweier VFD- Praktikanten, die sich freuten, auch mitmachen und sich einbringen zu können. Es ist immer wieder erstaunlich, was die Reiter anfangs alles befürchten und glauben, dass es nicht geht. Und kaum hat man Anleitung, konzentriert sich und ist einfach ganz präsent bei der Sache und nicht im Alltag, schon klappt es. Schön ist auch, wenn unterschiedliches Können aufeinander trifft. Die einen haben dann ein Vorbild, wie es mal ausschauen kann und die Besseren erinnern sich bestimmt auch an ihre eigenen Anfangsschwierigkeiten.

VFD-Geländehüpferkurse

Fanden wieder beide am Reiterhof Altmühlsee unter der besonnenen Leitung von Stefan Schwarz statt. Im September leider im Regen, aber der Boden war trotzdem gut – und die Gemeinschaft auch. War halt nix für Weicheier

Borkum- Traumurlaub für Reiter, Pferde und Hund

Ein bisschen aufgeregt waren wir diesmal schon! Was machen wir, wenn es stürmt? Wenn die Pferde auf der Fähre Angst bekommen? Alles umsonst ausgedacht. Bei schönstem Sommerwetter setzten wir über. Es war unser bislang schönster Nordsee-Urlaub. Vormittags ritten wir – trotz ausgebuchter Insel – am menschenleeren Sandstrand. Nachmittags badeten wir mit Hund bei 21 Grad Wassertemperatur. Zu sechst zusammensitzen war auch sehr nett und Peter genoss es, der Hahn im Korb zu sein. Nächstes Jahr wollen wir nach Romö- es ist schon gebucht und wir freuen uns darauf.

Wanderreitführer

Im Spätsommer fand dieser Lehrgang im Kleinen statt. Die unterschiedliche Gruppenzusammensetzung war ein Supertest für die Realität des Wanderreitführers. Ein junger Isländer, dem vor allem beim Vorneweggehen noch nicht alles geheuer war. Ein eher gemächlicher Norweger, der als Kinderreitpferd einfach nur brav sein muss. Ein erfahrener Araber, dem eigentlich nichts zu weit und nichts zu schnell ist. Und dazu mein Peter, der diesen Mix nicht unbedingt als Urlaub ansehen konnte. Doch jeder hatte seine Stärken und Schwächen und konnte diese gut einsetzen. Und dabei auch gleich testen, welche Zielgruppe als Kunden für ihn zutreffen.

Wir gratulieren ganz herzlich: Katrin M.
Katja K.
Ute Sch.

Funktionelle Anatomie

Der Spätherbst ist für theorielastige Seminare gut geeignet. Ich hatte sehr wissbegierige und bereits gut vorgebildete Teilnehmerinnen dabei. So konnten wir von den Basics auch gut in die Tiefe gehen. Um zu überprüfen, ob man auch das sieht, von dem wir theoretisch gesprochen haben, ritt jeder zum Schluss einzeln eine kleine Aufgabe und die anderen gaben ihr Urteil dazu ab. Da gehört zum einen ganz schön viel Mut dazu, Kritik zu üben, aber genauso viel Mumm, dies auch auszuhalten. Es war eine tolle Truppe und das regionale Menü im „Deutschen Haus“ zur Belohnung spürt bestimmt noch jeder auf der Zunge. Hier ein persönlicher Teilnehmereindruck:

Wochenende Funktionelle Anatomie Wir meldeten uns für dieses Seminar an, weil wir die unbeschönigte Wahrheit wissen wollten über unsere Pferde. Einige Baustellen waren uns klar, nur konnten wir keine Erklärungen finden, was wir besser oder anders machen können, um unsere Pferde „schön“ und gesund zu reiten. Die Voraussetzungen unserer Pferde waren total verschieden (ein Senior und ein „beste Jahre“), wo sollen wir ansetzen? Also war uns klar, da ist Hilfe nötig, und wir meldeten uns samt Pferdebegleitung an. Die Anreise erfolgte schon am Freitag und unsere beiden „Pferdedamen“ bezogen ihre Box mit erstklassiger Verpflegung samt Paddock am Hof von Petra in Kühnhardt. Am Samstag nach unserem Frühstück legten wir los, wir stellten uns und unsere Pferde ausführlich vor. Dann folgte der erste Teil in Theorie, unter anderem besprachen wir die ethischen Grundsätze des Pferdefreundes der deutschen reiterlichen Vereinigung und der sich daraus resultierenden Verhaltensregeln im Reitsport. Einige gute Buchtipps waren auch dabei.

Im ersten Praxisteil übten wir uns am Exterieur der Pferde, wobei es leichter war, die fremden Pferde zu beurteilen, beim eigenen Pferd schleicht sich nämlich schnell eine gewisse Betriebsblindheit ein. Nachdem wir Kursteilnehmer unsere Beobachtungen weitergegeben hatten, erläuterte Petra uns die restlichen körperlichen Defizite und erklärte immer wieder, warum und woher diese Baustellen am Pferd kommen. Nachmittags ritten wir gemeinsam auf dem Reitplatz, jede Teilnehmerin ritt eine Dressuraufgabe vor, wir anderen schauten die Pferde an, wie sie laufen. Gleich anschließend gaben wir unsere Beobachtungen weiter, und Petra kommentierte und erklärte viel dazu. Ein Beispiel: zu wenig Aktion in der Hinterhand, Pferd fällt auf die Vorhand, am Oberarm entstehen muskuläre Zubildungen.

Ein Samstag vollbepackt mit Infos, ging mit einem leckeren Abendessen in Dinkelsbühl zu Ende. Am Sonntag ging’s weiter mit dem Üben (Krankengymnastik), wir erhielten eine kurze Einführung in die Longenarbeit mit dem Kappzaum, was natürlich viel leichter aussah, als es wirklich war. Der nächste Theorieteil war dann die Anatomie des Pferdes, angelehnt an Gillian Higgins, die mit ihren „bemalten“ Pferden dieses bildlich erklären konnte. Wir lernten auch die neuesten Erkenntnisse über verschiedene Gebisse und ihre Wirkung kennen.

Die letzte Reiteinheit war individuell auf die Probleme des jeweiligen Pferdes zugeschnitten und als Hausaufgabe zu verstehen. Damit hatten wir erstmal genug Input für die nächsten Wochen im heimischen Stall. Unser Abschluss-Fazit: Wir mussten viel aushalten, unsere Fehler wurden uns ohne Beschönigungen klar und unmissverständlich vor Augen gehalten. Wir bekamen so viele wertvolle Informationen und fanden es Super, genau deshalb sind wir nämlich gekommen und hoffen, dass wir in Zukunft unsere Pferde besser reiten können. Wir waren eine tolle Gruppe, die anderen zwei Mädels mit ihren Pferden waren auch so nett, dass wir ein richtiges Superwochenende verbringen konnten. Rafft euch auf, stellt euch den hausgemachten Problemen, lasst euch auf die funktionelle Anatomie ein, es gibt so viele Aha-Effekte zum Wohle des Pferdes!

Es bedanken sich: Uschi + Rabea mit Noelle + Grace

Kreativer Reitunterricht – Trainerfortbildung

So wie wir das Jahr anfingen, haben wir es auch ausklingen lassen! Trotz November hatten wir schönes Wetter und konnten mittags noch draußen essen. Auch dieser Kurs war spannend, hatten wir doch ein gemischtes Bündel an Wissen.

Ulrike macht eigentlich Unterricht für Kinder, hat aber breites Vorwissen. Wir genossen sehr ihre Einstimmungen nach Sally Swift. Verena hat es mehr mit Anfängern oder ängstlichen Reitern zu tun. Hier bestätigte sich wieder mal, dass oft weniger mehr ist. Annette sieht sich mehr als Coach zwischen Pferd und Reiter, will weniger das technische Reiten, sondern dass der Mensch das Spüren und Wahrnehmen lernt. Dazu hatten wir noch eine Wiedereinsteiger – Kundin mit Jungpferd, die sich zum Testen anbot und hier wirklich eine Fülle von Anregungen bekam.

So wie auch untereinander reger Austausch stattfand, wenn auch nicht immer im Konsens – grins. Mich freute sehr das übereinstimmende Feedback zu meiner Arbeit. „wenn ich jemals so einen Unterricht von einem FN-Trainer bekommen hätte, hätte ich mich nie „gezwungen“ gefühlt, nach Alternativen zu suchen.“ Auch das nachreiten lassen meiner Übungen bei den Kunden zuhause, hat wohl viele Aha-Erlebnisse gegeben. Das bestärkt natürlich und motiviert andere am eigenen Wissen teilhaben zu lassen. Wir wollen als Reitausbilder ja eigentlich alle den Schülern weiterhelfen – die Palette dazu hat viele Farben!

 

Vorschau 2015: Reitbegleithund-Ausbildung

Es ist immer wieder interessant, auf welchen Lebensweg uns die Tiere führen. Als ich als Schülerin noch kein Geld für ein Pferd hatte, begleiteten mich Schäferhunde. Damals (ist ja auch schon 35 Jahre her) war noch ein barscher Umgangston mit den Hunden auf den Übungsplätzen und nicht zimperlich im zupacken üblich. Aber: wenn ich dem Hund rief, kam der auch angespurtet. Nun gut, das ist bestimmt wie bei den Pferden auch, ein bisschen rassetypisch. „Want to please you“ ist ja das Motto der Schäferhunde. Nun haben wir in Billy, einen Mischling, der das „dickfellige und distanzlose“ des Labradors mit dem sensiblen Charakter des Setters paart. Eine Herausforderung in den Zeitzwängen des Alltags. Da auch ich mich schon bei Joggern und männlichen Spaziergängern für meine Fellnase entschuldigen musste und der verhasste Satz „der tut nix“ von den Lippen kam, möchte ich das jetzt im kommenden Jahr angehen. Wenn euch das auch interessiert, meldet euch bei mir, ich nutze gerade die Winterpause um ein Kursangebot zu schneidern.