Unsere Pferde
Jaco
eigentlich Gyüjtö, ist 2004 geboren und wurde Zweijährig von uns
gekauft. Er gehört zur seltenen Rasse der Sarvarer und ist im
Gestüt Leutstetten
aufgewachsen. Diese Halbblüter wurden vom Prinz Ludwig von Bayern für die Kavallerie
gezüchtet und sind nervenstarke Buschpferde.
Knapp vierjährig haben wir ihn nach einer gründlichen Bodenschule, Longieren und Handpferdereiten zum Reiten vorbereitet. Er zeigt uns dabei gerade, was er davon hält und bekam den Spitznamen: Herr Dagegen. Es liegt nun an uns, den Knopf zu finden und aufzulösen, danach wird er sicher ein spaßiges Geländepferd. Junge Pferde - junges Glück.
Paolo
ist ein spanisch-ägyptisch gezogener Vollblutaraber und gleichaltriger Kumpel zu Jaco. Er kommt aus einer leistungsgeprüften Distanzpferdezucht und ist am liebsten immer in Bewegung. Das gelingt ihm auch leicht, weil ihn die böse Welt immer wieder in Angst und Schrecken versetzt.
Im Umgang ist er angenehm sensibel, will alles recht machen und ist immer dem Menschen zugetan, wie ein Schäferhund. Wir haben noch viel an der Hand zu üben.
Joker
Joker, eigentlich Hollywood Joker Jac, ist ein Reining gezogenes Quarter Horse und 1994 geboren. Wir haben ihn knapp 3-jährig gekauft und aus Zeitmangel erst 4-jährig eingeritten. Da hatte er bereits seine eigenen Vorstellungen und diese waren nicht leicht zu knacken.
Sobald man auf ihm saß und sich bewegte, bekam er die Wolfs-Angst und lief um sein Leben. Auch Geräusche, die er nicht zuordnen konnte, wie z.B. knarrende Blechdächer brachten ihn aus der Fassung. Mit viel Geduld, üben von verschiedenen Situationen und einer Portion Hartnäckigkeit wurde er nach 2 Jahren doch noch ein (bedingt) cooles Westernpferd.
Er ist jetzt wohl unser am besten Dressur- (M-Lektionen) und westernausgebildetes Pferd. Außerdem springt er gut und gerne und ist schon viele Kilometer durch Deutschland getrabt. Als introvertiert wirkender Gewerkschaftsboss unserer Herde fährt er weite Strecken aber am liebsten im Hänger. Wer Joker heute reiten darf, hat den Joker gezogen.
Mymoon
heißt auf arabisch: Glück im Stall. Er ist bei uns 1992 geboren. Die Anpaarung unserer leistungsbereiten Traberstute Sheila, mit einem asilen Araber ergab das Multitalent Tra-raber. Mit ihm haben wir jeden Orientierungsritt gewonnen, sind dreimal Kreismeister und auch Deutscher Meister im Trekkingreiten geworden. Er scheint Gedankenlesen zu können und war ein echter Streber.
Leider ist er wegen einer Hufknorpelverknöcherung nicht mehr für Mehrtagesritte einsetzbar. In unseren Kursen läuft er jedoch wie der Herr Naseweiß durch die Prüfungen.
Dirndl
ist im gleichen Jahr bei uns geboren und leider ein echter Haflinger.
Ich habe sie mit der Motivation eingeritten, der Welt zu zeigen, dass auch ein Hafi was leisten kann. Ich bin dabei aber an ihrem Phlegma und wohl an ihrem barockem Körperbau gescheitert - auch das muss man akzeptieren.
Sie ist ein verlässliches, gemütliches Wanderreitpferd geworden, stets bemüht, nicht zu sehr dabei abzunehmen. Auf unsichere Reiter wirkt sie äußerst vertrauenserweckend. Wenn sich jedoch jemand durchsetzen kann und will, dann spürt sie durchaus den Ernst der Lage und marschiert vorne mit.
Spitznamen wie z.B. der Staubsauger lassen auf ihre ausgeprägte Angst vorm Verhungern schließen. Ihr Futterneid geht sogar soweit, dass sie wohl auch noch ihre eigenen Würmer verdaut, weil nichts nachzuweisen ist. Doch ihr Wimpernaufschlag ist einfach unwiderstehlich.
Axel
ist ein von Peter 1981 selbst gezogener Ausnahmehaflinger, der in einer Wirtschaft getauft wurde. Er war 7 Jahre Hengst, wurde aber kastriert, als Peter mit dem Wanderreiten anfing. Die Beiden sind durch fast alle Sparten der Reiterei gezogen - die höheren Dressurlektionen ersparten sie sich einvernehmlich.
Wanderritte, Meutejagden, historische Umzüge, Holzrücken, bronzenes Fahrabzeichen, Berittführer, Kreismeister- die zwei waren wie Topf und Deckel.
Bei uns lief er noch einige Wanderritte und Kurse. Ein Richter beurteilte ihn mit: der kann aber lesen und schreiben. Axel hat sich seine Fans selbst ausgesucht. Die, die er mochte, hat er souverän über Stock, Stein und Sprung getragen, nach dem Motto: bitte stör mich nicht, ich mach das schon. Die, die er nicht mochte, ließ er verzweifeln.
Seit Jahren ist er nun in Rente und sorgt bei uns für ein klares Herdenreglement und um penible Ordnung im Stall. Jede Türe, die nur zu und nicht extra haflingergesichert ist, macht er auf. Schlaue Pferde sind zuweilen ganz schön anstrengend, fördern aber die Kreativität.
Lerry
Lerry, eigentlich Leo, ist ein Connemara-Pony im XXL-Format. Er ist 1998 geboren und wir haben ihn fünfjährig gekauft. Seine Vorbesitzerin hat er wiederholt ins Krankenhaus gebockt. Wir haben ihm das mit einer neuen Grundausbildung und: wer hoch kann, kann auch vorwärts wieder abgewöhnt. Er fühlt sich in der Penquitt-Reitweise sehr wohl und geht jetzt auch ganz schön auf dem Platz. Den Richtern gefällt vor allem seine Galoppade und Losgelassenheit.
Im Gelände geht er durch Dick und Dünn und ist ein echter Kumpel. Wenn ihm das Trabtempo in der Gruppe zu schnell wird, kann er auch mal heiß und zornig werden. Manchmal ist man mit seinem Ponykopf schon gefordert. Seht selbst, der Schelm ist ihm ins Gesicht geschrieben.












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