Kontakt:
Petra Stegmüller
Kühnhardt 28,
91555 Feuchtwangen
Telefon & Fax:
0 9852 / 4165
Mail: info@pferde-unser-leben.de

Externer Link zu www.stationenhopping.de
Counter

Letzte Aktualisierung:
24.07.2011

Hof-Geschichte(n) 2010 / 2011

Anerkennung als VFD-Übungsleiter − März 2011

Mitte März fuhr ich nach Hofstarring zu Heiner Sauters Glück auf Hof.

In einem Fachgespräch wurden meine Einstellung und mein Wissen überprüft. Danach stellte sich Verena dem Fremdreitertest bei einer Reitstunde auf Bärbels netten Haflinger. Der Reitplatz stand noch ziemlich unter Wasser und engte damit unsere Möglichkeiten etwas ein, aber ich denke, meine Ideen kamen gut rüber. Wir ließen uns jedenfalls Verenas köstlichen Gut-gemacht-Kuchen danach schmecken.

Nun ist unser jahrelanges Hin und Her mit FN und VFD Ausbildung zumindest auf dieser Ebene schon mal geglättet. Es wäre schön, wenn es auch bundesweit klappen könnte. Nun fehlen mir noch Assistenzen, doch dazu hatte ich bisher keine Gelegenheit.

Ich freue mich darauf, im nächsten Jahr Kurse zum Geländereiter anbieten zu können. Heuer hatte ich auch schon erste VFD-ÜL da, die ihr Praktikum leisteten. Es sind durchwegs engagierte Leute, die aber halt noch Erfahrung sammeln müssen, so wie jeder, der was Neues macht. Manche Themen in der ÜL-Ausbildung hätte ich gerne anders gewichtet, andererseits muss sich jeder selber fortbilden und dazu hat man ja ein Leben lang Zeit.

Das Hoch Nicole

Nicole

Mit dem Glücklich Reiten Kurs zog das Hoch Nicole über Deutschland und ganz speziell nach Kühnhardt. Es brachte zwar viel Trockenheit mit sich, aber auch Freuden. Getarnt als Praktikantin zog Nicole bei uns ein, mit ihrem Wuschelhund Finja und dem klapperdürren Trakehner Viento. Nicole war letztes Jahr schon mal eine Woche bei uns auf Station, als sie mit Viento auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und dem Zugang zu ihrem schwierigen Pferd von Rottweil nach Würzbug ritt. Ihr Ziel war dort eine Pferdeflüsterin, auf deren Intuition sie hoffte. So konnten wir uns letztes Jahr ungezwungen beschnuppern und fanden uns sehr sympathisch. Wir blieben in losem Telefonkontakt. Wenn, dann telefonierten wir lange und ich versuchte ihre neuen Pferdekenntnisse zu verstehen oder gab ihr eher Anstöße, Meinungen zu hinterfragen. Manchmal ist der Mensch ja schon leidensfähig und kann was aushalten, wenn er auf die Quintessenz hofft. Nach einem Jahr wurde das Pferd immer weniger und die Lust am Reiten war weg, denn man soll das Pferd nur aufhalftern, wenn es auch herschaut...?? Ein Rucken am Halfter ist körperliche Manipulation. Nun, da prallen halt Welten aufeinander. Ich schlug ihr vor, gleich eine Hotline zum Tierschutzverein zu schalten, wenn wir dann mit Kappzaum longieren, anstatt das Pferd um uns rum trödeln zu lassen. Nun sind die 3 schon über 3 Monate hier und haben sich prächtig entwickelt.

Viento haben wir entwurmt, gemästet und gleichzeitig neu gestartet. Er genoss, es eine klare Führung zu bekommen, seinen Körper wieder zu spüren und vor allem seinem frustrierten Fraule wieder zu gefallen und wichtig zu sein. Longe, Bodenarbeit, Spaziergänge, Mitführen als Handpferd und erstes, behutsames Reiten mit Trense statt Knotenhalfter. Ein lachendes Pferd mit grinsender Reiterin − ein lebendiges Lob.

Im Arbeitstausch übergab ich ihr den zigfachen Neustart von Wildling Jaco. Nicole gab sich echt Mühe und hatte mit ihm viel Geduld. Der andere Ansatz in der Arbeit war interessant zu beobachten und Jaco machte schön mit. Gewisse Verhaltensweisen wurden nun anders gewichtet und gedeutet. Auch auf seine Schreckhaftigkeit und Spannigkeit bei bestimmten Berührungen konnte sie echt gut eingehen. Schließlich nahmen wir ihn wieder als Handpferd mit und dann auch zwischendrin mit Reiter. Er fühlt sich jetzt gut an, verkriecht sich nicht mehr und lässt schneller den Stress ab. Bin selbst gespannt wie es weiter geht − leicht ist es nicht... aber er freut sich richtig, dass er wieder dabei ist.

Urlaub

Durch Nicoles Anwesenheit am Hof, konnten wir noch guten Gewissens eine Woche nach Lanzarote fliegen und es uns gut gehen lassen. Ich hatte etwas meine Zweifel, ob mir die schwarze Insel überhaupt gefällt. Aber sie war leicht hellgrün, denn es hatte, anders als bei uns, dort vorher ausgiebig geregnet. Der Reiseführer meinte, die Ziegen und Kamele stehen jetzt alle mit Bauchweh im Stall, denn das grün sind sie in der Menge nicht gewohnt. Verrückte Welt!

Urlaub Lanzarote 2011
Urlaub Lanzarote 2011

Stationenhopping     Frühjahr 2011

Was für ein Zulauf heuer−wie im Taubenschlag. Pferde rein, Pferde raus, Betten wechseln, kochen, wieder ein kurze Nacht mit lustigen Leuten und netten Gesprächen. Was für ein Glück, Nicole unterstützend an meiner Seite zu haben. Ein echt gutes Team! Jetzt ist erst mal Bremsenpause, dann freuen wir uns wieder über nette Reitersleut!

Axel wird 30!     23.05.2011

Am 23. Mai feierte Peters Bruder Bernhard (50) mit Axel (30) Geburtstag. Achtzig Jahre Erfahrung im Umgang mit Peter. Das ist Grund zum Feiern und Danken! Peter kennt Axel ja seit seiner Geburt und hat mit ihm alles erreicht, was sich ein Freizeitreiter wünscht! Ab unserer Zeit in Kühnhardt hat er einigen Reiterinnen viel Spaß gemacht, auch mal verzweifeln lassen, aber schlussendlich alle für ihr Bemühen durch Kooperation belohnt. Als Chef der Herde hat er vielen Neuzugängen einen guten Onkel gegeben und besticht auch heute noch durch seine ausstrahlende Souveränität. Dabei hat er sich ein gutes Aussehen und entsprechende Gesundheit bewahrt. Ein gewisser Altersbonus in Sachen Sturheit sei ihm zugesprochen. Zu unserer gemeinsamen Zeit fallen mir folgende Zeilen ein:

Unendlich kommen mir die Tage vor, seit denen Du bei uns bist.
Ich hoffe, es werden noch viele unbeschwerte Tage folgen.
Irgendwo in ihrer Mitte sind auch ein paar besonders grüne Sommertage.
Für diese Spanne Zeit Danke ich dir und dem Herrgott der Pferde!

2011 Axel wird 30
2011 Axel wird 30

Anerkennung als VFD-Ausbildungsstall − August 2010

Petra mit Paolo im Schnee

Petra mit den drei Prüfern

Wieder einmal macht sich Aufregung bemerkbar an unserem sonst so ruhigen Hof.

Weil wir fanden, dass sich neben der FN-Auszeichnung auch ein VFD-Schild gut machen würde, bewarben wir uns um den Ausbildungsstall-Reiten-VFD. Mit dem zwar kritischen, aber dennoch partnerschaftlich gestimmten Prüfer-Dreigestirn aus Eberhard Reichert, Franziska Schwab und Horst Brindel wurde unser Hof überprüft. Als erstes nutzte ich den plötzlichen Regenstop aus, um zwei Unterrichtsstunden durchzuführen. Meine armen Reitschüler waren derart aufgeregt, dass rechts und links, sowie vorwärts oder rückwärts zur Geduldprobe wurden. Und das, obwohl doch ich geprüft wurde und nicht sie... aber so halfen sie mir unterbewusst, wirklich unterrichten zu können.

Als erstes Thema wählte ich passend das Lösen des Pferdes und danach gymnastizierende Übungen. Zwar galt es zuallererst meine Reiterlein zu lösen, doch mit Trailübungen und kleinen Sprüngen gelang mir dies, ohne dass sie es selbst merkten. Kommentar von Franziska: das ist halt die Realität − so ist es draußen.

Mein abwechslungsreicher und doch anspruchsvoller Unterricht wurde sehr gelobt. Ebenso die Rittigkeit und der Zustand der Pferde. Dann marschierten wir mit Notizblöcken durch die Stallungen, die auf Frosttauglichkeit, artgerechte Gruppen- und Einzelhaltungen durchlöchert wurden. Gerne beantwortete ich die verschiedenen Fragen.

Danach besuchten wir die Pferde auf der Weide. Zufrieden dösten diese in der Weidehütte − nichts ahnend meiner Aufregung. Weidemanagement und Heugewinnung fanden auch hier anerkennende Worte. Rechtzeitig bevor der Himmel wieder seine Wolken öffnete, konnte bei einer gemeinsamen Vesper das Abschlussgespräch stattfinden. Und über das schöne Schild nebst Urkunde habe ich mich wirklich sehr gefreut!

Herzlichen Dank an das Dreigestirn- ihr habt eure Aufgabe wirklich ernst genommen.
Nun hoffe ich, viele VFD'ler auf ihrem Weg mit den Pferden begleiten zu dürfen!

Haende bewegen Pferde − Juli 2010

Das Logo

Das neue Logo

Alle, die mich mental bei meinem Studium zur Pferdephysiotherapeutin begleitet haben schnauften durch, als die Nachricht bestanden durchs Telefon rauschte. Es war eine harte Zeit für alle Beteiligten: Familie, Freunde und Ehemann bekamen mich nur noch sporadisch zu Gesicht, und wenn, dann doch leicht überdreht. Anzurufen hat sich auch keiner mehr getraut, weil die Gespräche sich mit mir eh aufs nötigste beschränkten. Ansonsten brütete ich hinter Büchern, Videos und Ordnern, drückte an meinen und anderen Pferden herum und träumte nachts von Knochenteilen oder Bergen an Muskelfleisch. Zwischendrin verfolgte mich die Panik, irgendwelche Stationenhopping-Wanderreiter vergessen oder vertauscht zu haben, und ich hörte während dem Lernen im Geiste vorbeiziehendes Hufeisengetrappel. Wie einfach hat man es doch als Schüler gehabt. Man musste nur lernen und hatte sonst nichts als seine Freizeit zu organisieren. Ich ziehe jetzt den Hut vor all denjenigen, die berufsbegleitend noch eine Zusatzausbildung machen. Das ist eine nervliche Mehrbelastung, die einen (mitsamt Umfeld) echt fordert.

Meine Mutter kam schließlich noch zum Tippen der Facharbeit mit dem Thema Der Tellington-TTouch bei Pferden zu mir, und so konnte ich das Kapitel auch termingerecht abschließen.

Das Sternritt-WE konnte ich nur an einem Abend genießen, am nächsten Tag war dann die Abschlussprüfung. Da wir durch die Verwirrungen des Besitzerwechsels in der Equinus-Schule nur schlecht auf die Prüfung zum Pferde-Physiotherapeut vor dem Berufsverband vorbereitet wurden, waren die Zweifel und Ängste groß. Umso schöner war es zu wissen, dass all die, die mir vom Sternritt-Abend her gutes Gelingen wünschten, an mich glaubten. Ich fühlte mich auf meinen wackligen Beinen von ihnen getragen.

Die zweitägige Prüfung war extrem schwer und 5 von 12 Teilnehmern rasselten durch. Wir waren derart von dem Ergebnis geschockt, dass wir uns nicht mal über unser Bestehen freuen konnten. Wir standen wie die Trümmerfrauen da.

Bei einem gemeinsamen Peters Geburtstagsfest und bestandener Prüfung feierte ich dann die Eröffnung meiner Praxis Haende bewegen Pferde. Bei so vielen Glückwünschen konnte ich mich dann auch erleichtert freuen.

Nun ist auch das Logo fertig und die ersten Pferde wurden erfolgreich behandelt. Es erfüllt mich dabei immer wieder mit Dankbarkeit und Demut, wie einfach man doch die Rittigkeit verbessern kann, wenn man weiß, wo es zwickt. Für mich persönlich und als Trainer war die zweijährige Ausbildung Gold wert. Ich wünsche mir, noch viele Pferde durch meine Hände wieder locker bewegen lassen zu können. Meine Homepage wartet noch auf einen kreativen Anfall von mir. Es fällt mir schwer, mein Konzept aus Physiotherapie und Training in Worte zu fassen. Einfacher ist das in der Praxis. Als mobiler Trainer bin ich nun schon bis München unterwegs, um Kurse zur Pferdemassage zu geben. Dies lässt sich auch gut mit einem Gymnastizierungskurs kombinieren, sowie mit Pferde- und Ausrüstungscheck. Es ist schon erstaunlich, wie sich Pferde bemühen, brav zu gehen, obwohl ein unpassendes Korsett auf dem Rücken die eigentliche Bewegung behindert.

Ihr seht, ein neuer, spannender Weg liegt vor uns...