2010 Kursberichte
Kurs Wanderreiten mit GPS - Mai 2010
Mitte April beginnen ja die ersten Wanderreiter mit ihrer Planung. Viele bemerken dabei Unsicherheiten beim Gebrauch von Karte und Kompass. Bei einem Wochenend-Lehrgang erfuhren die Teilnehmer viel Neues und konnten dies bei einem Spaziergang auch gleich vertiefen. Immer mehr Reiter interessieren sich für Reittouren mit Hilfe des GPS. Doch leider funktioniert das Motto: an der dritten Tanne rechts abbiegen- nicht. Auch hier begeisterte Carl Hans mit seinem Wissen um die Technik. Man kann das GPS halt als besseren Kompass nutzen oder die vielfältigen Funktionen anwenden. Hier ein Teilnehmerbericht:
Orientierung im Gelände mit GPS
Am Sonntag, den 09.05.2010, trafen wir uns bei der Wanderreitstation Stegmüller in Kühnhardt um
an dem angebotenen GPS-Kurs teilzunehmen. Wir, 1 Dame und 3 Männer, hatten uns aus den
unterschiedlichsten Gründen angemeldet. Unsere weibliche Teilnehmerin Rea wollte sich informieren,
ob denn diese Technik bei ihren Eselwanderungen eine praktikable Hilfe für sie wäre. Der Oberpfälzer
Reinhard mit etlichen Wanderreit-Kilometern (aber meist ohne seine bereits vorhandenen GPS´s)
versprach sich einfach mehr Verständnis für die Bedienung und den praktischen Einsatz des Gerätes.
Peter, der Chef der Wanderreitstation, als erfahrener und eingefleischter Karte-/Kompaß-Reiter wollte
sich auch mal mit der Materie auseinandersetzen, da die Stegmüllers solche Geräte ja sogar ihre
Gäste mit vorgefertigten Touren zur Verfügung stellen. Last but not least ich selbst, aus dem
bayrischen Wald, mit GPS-Basisvorwissen und der Hoffnung mein Vertrauen in die Verwendung der
Garmin Geräte zu stärken und eben auch die Feinheiten der Geräteeinstellung und Bedienung zu erlernen.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch Petra und Peter legte unser Ausbilder, Carl
Hans, mit dem theoretischen Teil los. Längen- und Breitengrade, Tracks, Routen, Wegepunkte,
diverse Formate von Positionsangaben und vieles mehr wurde angesprochen. Da der Kurs speziell auf
das Garmin Legend HCx abgestimmt war, folgte als nächstes die für uns Wanderreiter geeignete
Grundeinstellung der Geräte. So kämpften wir uns durch diverse Menüs und unter der überaus
qualifizierten Anleitung von Carl Hans und auch gegenseitiger Unterstützung waren wir und unsere
Geräte dann einsatzbereit.
Bevor wir mit dem praktischen Teil begannen, stärkten wir uns noch im Dorfgasthof und dann ging´s ans Werk. Carl Hans hatte diverse Übungsbeispiele rund um Kühnhardt vorbereitet und spielte diese auf unsere Pfadfinder auf. So marschierten wir, jeder ein GPS in der Hand, rund ums und durchs Dorf und ließen uns zu den verschiedensten Zielen leiten. Dabei kristallisierten sich ganz nebenbei die Vor- oder auch Nachteile der unterschiedlichen Navigationsmethoden heraus. So konnte man einzelne Wegepunkte ansteuern, wobei zwischen diesen Punkten nur Luftlinie angezeigt wurde, also könnte man den Weg noch selbst bestimmen. Dann gab es Routen, da folgten wir dem Richtungspfeil auf dem Display, also wie eine eingezeichnete Strecke auf einer konventionellen Landkarte, nur mit dem Vorteil dass unser Gerät immer genau anzeigte, wo wir uns gerade befanden. Auch hier stand uns unser Kursleiter immer mit Rat und Tat zur Seite und auch untereinander wurde sich geholfen, wenn mal wieder einer von uns auf der Leitung stand. So ergänzte sich die Gruppe sehr konstruktiv und auch der Spaß kam dabei nie zu kurz Am späten Nachmittag landeten wir ohne Verluste wieder vollzählig am Ausgangspunkt unserer kleinen Exkursion. Die abschließende Feedbackrunde war von den durchaus positiven Eindrücken aller Teilnehmer geprägt und ich persönlich würde mal prognostizieren dass mindestens 75% von uns das GPS künftig nutzen werden. Dann ging es für jeden auf den Heimweg und so möchte ich abschließend nochmals Petra und Peter sowie dem Kursleiter Carl Hans, sicherlich auch im Namen aller Teilnehmer für den lehrreichen Tag danken.
Kurs für Wanderreitführer − August 2010
In Sachen Wanderreiter-Ausbildung bin ich nun an meinem Ziel angelangt. Ich konnte heuer in Bayern den einzigen Lehrgang zum FN - Wanderreitführer anbieten. Dazu musste ich im Vorfeld einige Hürden nehmen, wie z.B. die Betriebsanerkennung der FN.
Zwei der Teilnehmer wurden von uns ausgebildet und zwei wo anders. Da tauchte in mir auch etwas Zweifel auf, ob die Fremden auch was gelernt bekamen. Doch die Teilnehmer waren alle bereits wanderritterfahrene alte Hasen und voller Engagement. So wurde es ein gelungener Kurs mit viel Praxis. Für Peter und mich war es total schwer, in den Hintergrund zu treten. Fühlen wir uns doch immer für alles verantwortlich, so sollten das jetzt die angehenden Wanderreitführer machen und mitdenken. Eine ernüchternde Erfahrung brachte z.B. das Fertigmachen und Abchecken der simulierten Gäste und ihrer Pferde zum Tagesritt. Als Einzelner, der für all die anderen mitdenken und nachprüfen muss, braucht man dafür eine Stunde länger als geplant: hier passt der Gurt nicht, der hätte gerne noch eine Satteltasche, beim nächsten fehlt ein Bändel, die kommt nicht vom Klo zurück, hier noch ein Regenmantel, zum Abritt noch ein klapperndes Eisen, ... Das ist die Realität.
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Abends noch ein Fachvortrag von Verena Eckert, die extra aus München anreiste und als VFD-Rechtsbeirat die Brücke zu meiner FN-Ausbildung schlug. Das Thema Haftungsfragen und Aufsichtspflicht ist bei all dem Idealismus zum Wanderreiten schon fast ein Motivationskiller. Doch wie Verena so schön sagte, wenn all die Ponybesitzer in meiner Kindheit so gehandelt hätten wie es das Gesetz verlangt, hätte ich nicht so eine schöne Jugendzeit bei den Pferden verbracht. Ich glaube, das sagt alles und gilt auch, solange nichts passiert. Also, immer schön die nötige Sorgfalt walten lassen! Carl Hans Recker, unser Spezialist für Orientierung im Gelände, erarbeitete sich mit Rollendenken die Grundlagen der Gruppenführung und Pädagogik. Ich vertiefte u.a. das Thema Pferdetraining und so vollgepumpt ging es dann auf den selbst erarbeiteten Zweitagesritt zum Gut Wahrberg. Jeder wurde abwechselnd in die Pflicht des Wanderreitführers genommen, die andern spielten derweil die Gäste. Da wurde schon mal zum Abritt das Martingal falsch verschnallt oder das Pad falsch aufgelegt - mal testen, ob es auffällt. Meine Frage und, wart ihr heute euer Geld wert konnte meist nur belächelt werden. Man ist noch so voller Aufmerksamkeit, dass die Rolle des Reiseleiters zu Pferd, der auch ein Späßchen macht und für zwanglose Unterhaltung sorgt, im Hintergrund schlummerte.
Das Organisieren eines Ersatzpferdes und Abtransport eines lahmenden Teilnehmerpferds, war so nicht geplant, kam jedoch mit auf den Einsatzplan. Die Prüferinnen Inka Diener und Annette Vollet waren jedenfalls tief beeindruckt über den Wissensstand der Teilnehmer und verliehen verdienter Maßen die Wanderreitführer-Urkunden an: Kathrin Brunner (Landshut), Birgit Scheibe (Schweiz), Gaby Schmidtkonz (Forchheim) und Astrid Müller (Hessen)
Wir wünschen euch viele schöne Erfahrungen mit euren Reitgästen. Mit der Routine kommt auch der Spaß und man lernt, nicht alles so ernst zu nehmen. Jeder wird seine Zielgruppe und seinen Stil finden. Als Lehrkräfte im Reitsport, habt ihr eine besondere Verantwortung und auch Vorbildfunktion. Doch ich bin mir sicher, dass euch das gelingen wird.
Ich wünsche euch, immer den goldenen Mittelweg zu finden!
"Body-Work-Out" − Fitnesskurs für Pferd und Reiter
Kaum waren die Betten gewechselt, kamen die Teilnehmer zum Kurs Bodyworkout und Wellfood für Pferd und Reiter. Jeder, der sich nicht getraut hat mit zu machen, oder halt keine Zeit hatte, ist zu bemitleiden. Wir hatten sooo einen Spaß!
Tagsüber wurde jeweils zweimal geritten, vom Thema her je nach Wunsch der Teilnehmer. Als ich eine Dressurstunde auflockern wollte mit Stangenarbeit, breitete sich dabei so ein Spaß bei Pferd und Reiter aus, dass wir fortan Dressur mit Stangensalat und ersten Hüpfern kombinierten. Da ist jede Muskelgruppe beteiligt. Ein erholsamer Tagesritt bei herrlichem Wetter stimmte alle fröhlich.
Co-Trainerin Melanie Ditterich sorgte mit musikalischer Untermalung auf unserem Reiterpass-Hügel für nötige Fitness, Balance und positive Muskel An- und Entspannung. Man kann auch schwitzen, ohne dabei ins Schnaufen zu geraten. Mit einem herrlichen Wohlgefühl wurde danach in der Küche geschnipselt. Die ausgeklügelten 3 Sterne Wellfood Menüs waren die Belohnung des Tages!
Ich würde mir fürs nächste Jahr wünschen, dass sich diese Kursidee mehr durchsetzt.
Liebe Melanie- schön war es mit dir!
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Kurs Abzeichenjäger
Nach einer Woche Regen und Kälte klärte sich doch noch der Himmel auf und wir starteten zum Kurs Abzeichenjäger. Je nach Vorbildung konnten die Urkunden zur FN - Bodenschule, Basispass, Reitpass und Wanderreitabzeichen Stufe1 mit genommen werden. Die Teilnehmer waren vorgewarnt, dass es sich um keine Urlaubstage handeln wird. Das Haus war mit sieben Teilnehmern fast überfüllt, die Pferde gut ausgelastet. Haflinger Dirndl zog vor, sich mit 41 Grad Fieber beurlauben zu lassen- auch der Tierarzt zeigte sich wegen fehlender Symptome verwundert, stellte jedoch den gelben Urlaubsschein aus. Spontan half uns Andrea mit Stute Emmy aus, die die Lücke gut füllte.
In kurzer Zeit hatte jeder in der Truppe seine Aufgabe gefunden und ein wunderbarer
Gruppengeist breitete sich aus. Die Abende waren gefüllt mit Erlebnissen rund ums Pferd.
Im Gästebuch steht geschrieben:
Geschafft! Mit Orden behängt treten wir erschöpft, aber überglücklich, den Heimweg (Silke kam bis aus
Lübeck zu uns!!!) an. Die Sonne hat uns bei euch nicht nur vom Himmel begleitet, sondern die ganze Zeit
über. Wir wollen (an Pfingsten) wiederkommen und das nicht nur aus Wissensdurst, sondern vor allem wegen
den wundertollen Pferden und der netten Atmosphäre hier.
Wir, die Prüferinnen Anette Vollet und Karin Möller gratulieren herzlich den Abzeichenjägern:
Patricia Schlipfenbacher mit Lerry
Simone Geißel mit Emmy
Astrid Berberich mit Milky Way
Corinna Frank mit Pommery
Eva-Maria Bieser mit Joker
Silke mit Mymoon
sowie Quotenmann Stefan Hupperth mit Doc
.
Erwähnt sei auch der Reiternachwuchs meiner Reitermamas: Jana Grünbauer (Joker) und Dominik Stegmüller (Mymoon) brüteten erfolgreicher als in der Schule über ihre Pferdebücher und bestanden den Praxiskurs Bodenschule, Basispass und die Hufeisenprüfung! Macht weiter so- ihr wart toll!
Und hier der Pressebericht:
Abzeichenjäger in Mittelfranken
Auf dem Wanderreitstützpunkt Stegmüller im mittelfränkischen Kühnhardt, Gemeinde Feuchtwangen, fand in der Zeit
vom 31.08. − 05.09.2010 ein Reitkurs "Abzeichenjäger" mit insgesamt 9 Teilnehmern statt. Der Kurs beinhaltet
die Bausteine: FN-Bodenschule, Basis- und Reitpass, sowie das Wanderreitabzeichen Stufe 1. Die außergewöhnliche
familiäre Atmosphäre der Familie Stegmüller, das vielfältige Kursangebot sowie die Möglichkeit auf Schulpferden
an den Kursen teilnehmen zu können, lockten die Teilnehmer aus nah und fern an. Durch eine praxisnahe und fachlich
kompetente Unterrichtsgestaltung konnten alle Abzeichenjäger viel lernen und evtl. ihre eigenen Ansichten
überdenken. Viel Wert wurde auf die pferdegerechte Fütterung und Haltung von Geländepferden gelegt. Mit den
gut ausgebildeten Pferden wurde jedem bewusst, wie wichtig die Ausbildung eines sicheren Geländepferdes ist.
So viele Prüfungen in sowenig Zeit konnten nur durch einen ausgeprägten Teamgeist geschafft werden. Bei
allabendlichem gemütlichem Beisammensein wuchs die Gruppe noch mehr zusammen, sodass ein Wiedersehen bei
Familie Stegmüller zu einem Folgekurs im nächsten Jahr bereits beschlossen wurde!
Corinna Frank, Simone Tretter




























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