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Petra Stegmüller
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Letzte Aktualisierung:
30.10.2010

Pfingsten 2005

    Pfingstritt mit Meistertrunk 14. Mai − 17. Mai 2005     ...... Zur Bildergalerie

Vier erlebnisreiche Tage liegen hinter uns.

Erfüllt waren sie mit dem Klappern der Hufe, dem Schnauben der Pferde und einer grandiosen Landschaft in vollem Grün zwischen Hügeln und Tälern. Kaum einer Menschenseele sind wir unterwegs begegnet − und so waren es vier erholsame Tage fernab vom Alltagstrott und einfach ein Naturerlebnis pur. Zwar meinte es der Wettergott nicht immer gut mit uns, aber frei nach dem Motto: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung" waren wir dem all gewappnet und der zeitweise Regen tat unserer guten Laune keinen Abbruch.

Pfingsten 2005 - Rast im Regen Los gings am Freitag morgen in Weikersheim. Nach einem ersten Kennenlernen am Vorabend, und einem ausgiebigen Frühstück in familiärer Atmosphäre, waren besonders wir Wanderreitneulinge Tanja und Hubert gespannt auf das, was uns die nächsten vier Tage erwarten wird.

Auch für die Familie Stegmüller war diese Route Neuland und so starteten wir mit flotten Hufen unserer ersten Tagesetappe Richtung Großharbach entgegen. Wir, das waren Petra mit Connemara Lerry und Hund Ouzo, Peter mit Quarter Joker, Sigrun mit Tinker Merlin ( mit Zopf und Schlaghose...), Tanja mit Araberin Silhouette, Hubert mit Spanier Flamero und Carl-Hans mit Warmblut Merlin.

Pfingsten 2005 - Creglingen Auch wenn uns bereits am Vormittag die erste Regenfront einholte, so ging es flott im Vier- und Zweitakt am Waldrand entlang nach Creglingen, wo wir Rast machten und die Herrgottskirche, die für ihren Riemenschneider-Altar berühmt ist, besichtigten.

Pfingsten 2005 - Herrgottskirche

Nach einer ausgiebigen Mittagsrast in Craintal, ging es dann bergauf und bergab in Richtung Großharbach, unserem ersten Nachtquartier entgegen. Noch am selbigen Abend fuhren wir nach Rothenburg ob der Tauber, um uns das historische Festspiel "Der Meistertrunk" anzusehen.

Pfingsten 2005 - Meistertrunk Nach all dem Seelenfrieden des Reittages, fiel es uns anfangs schwer, sich auf altertümliche Texte und der Thematik des Schwedenkrieges einzulassen. Unser erster Abend endete dann in einer feuchtfröhlichen Runde im Aufenthaltsraum der Reitstation der Familie Ott. Der selbstausgebaute Bacchus fand wieder seine Freunde.

Gut gestärkt und mit klarem Kopf starteten wir am nächsten Morgen in Richtung Bullenheim, dem Ziel unserer zweiten Tagesetappe. Das Landschaftsbild änderte sich nun merklich. Ritten wir am ersten Tag überwiegend in hügeligen, waldreichen Gebieten, so luden uns nun endlose Graswege in flacherer Landschaft oftmals zu einem flotteren Tempo ein. Und dann, am Nachmittag, schien endlich die Sonne. Gutgelaunt und beschwingt ritten wir nach unserer Mittagsrast in Gollhofen und einer Runde "Relaxen in der Sonne" unserem Abendquartier entgegen. Hier waren die Pferde im Reitstall der Familie Bullmer, einer ehemaligen Mühle, untergebracht. Nach einem Abendessen mit der gesamten Familie bezogen wir unser Nachtquartier im angrenzenden Ort. Alle gemeinsam in einer Ferienwohnung, ließen wir den Abend entspannt mit einem guten Fläschen Frankenwein ausklingen. Dazu kam noch Stegmüllers Wanderreitfreund Bernhard aus Westfalen, der seine verzweifelte Pferdekaufsuche nun schon bis ins Frankenland ausdehnte.

Pfingsten 2005 - Frühstück Mit einem ausgiebigen Frühstück mit Selbstgemachtem unserer Wirtin, startete der nächste Tag. In flottem Tempo ritten wir in Richtung Ingolstadt. Das Wetter wurde immer besser - die Sonne schien - und lies uns diesen Tag so richtig genießen. (Sonnenbrand mit-in-begriffen) Mittags wurden Roß und Reiter liebevoll im Bürgerhaus in Hohestadt verpflegt. Die hiesigen Kinder durften kurz "Ponyreiten" , dafür belohnten uns die Eltern mit selbstgemachten Kuchen...

Pfingsten 2005 - Rapsfeld Vorbei an satten, grünen Wiesen und in voller Blüte stehenden, duftenden Rapsfeldern, durch sanfte Hügel und Täler, kamen wir rasch voran, da uns immer wieder die guten Bodenverhältnisse zu einem schönen Galopp einluden.

 

Die Pferde wurden abends bei Herrn Düll sehr gut versorgt und untergebracht. Auf der Fahrt zu unserem Schlafquartier in Giebelstadt, lies es sich Herr Düll nicht nehmen, eine kleine Stadtrundfahrt mit Erklärungen einzubauen. An Bavaria Jachts und Ami-Kaserne vorbei, noch die gute Empfehlung des hiesigen Griechen zum Abendessen.

Pfingsten 2005 - Weinberge Unser letzter Tag führte uns wieder in hügeligere und waldreichere Landschaften. Jetzt ging es wieder über Stock und Stein. In Stalldorf war es gut Mittag machen. Über die Weinberge oberhalb von Schäftersheim ritten wir zurück zu unserem Ausgangsquartier nach Weikersheim, wo unser Wanderritt leider endete.

Ein kleines Fazit

Als so bunt gemischtes Grüppchen an Roß und Reitern erregten wir so manche Aufmerksamkeit, wenn wir durch die einzelnen Orte und Wohngebiete ritten und es überraschte mich immer wieder, mit welcher Herzlichkeit und Gastfreundschaft uns die einzelnen Menschen begegneten und bei sich aufnahmen.

Desweiteren haben wir gelernt:

Pfingsten 2005 - Flameros Mittagsrast

>>> Spanische Pferde, die Peters Absperrband zum Paddock-Einmachen einfach ignorieren, werden kopfhoch am Verkehrsschild oder Baum angebunden und dürfen nicht mit den anderen grasen -selber schuld.

Pfingsten 2005 - Saufen aus dem Brunnen

>>> Auch arabische Pferde sterben nicht, wenn sie in einem Kuhstall übernachten müssen und aus einer Pfütze oder Brunnen saufen sollen.

>>> Auch wenn es oftmals schien, als sind wir immer nur nach links, links, links und wieder links geritten - Dank Peter kamen wir dennoch immer ans Ziel.

>>> Es gibt auch dann immer noch einen Weg, wenn alle Mitreiter keinen mehr erkennen können. Hier lautet die Parole: einfach nur dem Peter folgen!

Vielen Dank für 4 Tage AUSZEIT im Grünen,

Tanja Mohr mit Silhouette